West-Nil-Virus

Das West Nil Fieber wird durch ein Virus hervorgerufen, welches in Europa immer mehr zur Bedrohung wird. Das West-Nil-Virus.

 

Das WNV gilt in den USA als verbreitet und wissenschaftlich nachgewiesen (endemisch). Im Jahre 2002, auf dem Höhepunkt der Epidemie waren mehr als 15000 Pferde vom West-Nil-Fieber betroffen. Im Herbst 2008 brach die Krankheit in Norditalien aus (77 Tiere erkrankten, 5 starben) und gilt nun dort auch als endemisch. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis das Virus auch Deutschland erreichen wird.
Die klinischen Anzeichen einer Infektion mit dem West-Nil-Virus bei Pferden ähneln denen anderer Pferdeerkankungen und können daher leicht mit weiteren Nervenkrankheiten verwechselt werden.

 

Folgende Symptome treten in der Regel innerhalb von 3-5 Tagen nach der Infektion der Pferde auf:

 

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Schluckunfähigkeit
  • Sehstörungen
  • Depressionen oder Lethargie
  • Abstützen des Kopfes oder Schwäche der Hinterhand
  • Straucheln oder Stolpern
  • Muskelschwäche oder -zuckungen
  • Partielle Lähmungen
  • Zielloses Umher- oder im Kreis laufen
  • Unfähigkeit zum Aufstehen
  • Krämpfe
  • Koma

 

20 bis 57% der Pferde, die an der neurologischen Variante des West-Nil Fiebers erkranken, sterben.

Es gibt keine spezifische Behandlung des WNF! Der einzig sichere Schutz ist eine Impfung.


Das wichtigste in Kürze

Was ist das West-Nil-Fieber?
West-Nil Fieber ist eine Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem West-Nil-Virus hervorgrufen wird. Die Erkrankung ist in den USA verbreitet und in Europa auf dem Weg. Sie ist in Italien bereits endemisch.

 

Wie bekommen Pferde das West-Nil-Virus?
Zugvögel infizieren sich in Afrika und bringen das Virus nach Europa mit. Wird nun ein WNF infizierter Vogel von einer Stechmücke gestochen, überträgt er das Virus auf die Mücke, die anschließend in der Lage ist so das Virus auf das Pferd zu übertragen.

 

Wann laufen Pferde Gefahr infiziert zu werden?
Das West-Nil-Virus wird saisonbedingt übertragen, hautsächlich in den Monaten Juli bis Oktober, in denen es die meisten Stechmücken gibt.